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Geschichte

Die Stiftung St. Josefshaus im Severinsviertel, Kölns älteste Kindertagesstätte, feiert ihr 125jähriges Jubiläum.

Notwendig wurde diese Einrichtung, als zur Zeit der Industralisierung Arbeiter und deren Familien ins Veedel kamen. Damals herrschte große Not, Sozialeinrichtungen und Gewerkschaften, die sich für die Interessen der Arbeiter einsetzten, fehlten. Insbesondere um die vielen Kinder kümmerte sich niemand, da die Eltern meistens beide arbeiten mussten.

Dieser Not nahmen sich der damalige Pfarrer von St. Severin, Pastor Hüpgen, und die Familien Greven und Schülgen, die damals im Veedel wohnten, an. 1860 wurde die erste "Kinderverwahranstalt" eingerichtet, die sehr erfolgreich war. Während des Kulturkampfes wurde die Einrichtung vom preußischen Staat geschlossen.

Ende 1881, also vor nunmehr 125 Jahren, nahm das St. Josefshaus unter der Leitung von vier Schwestern der Kongregation der Christlichen Liebe (Mallinckrodt-Schwestern aus Paderborn) die Arbeit mir den Kindern wieder auf. Die Stifterin des Ordens, Pauline von Mallinckrodt, setzte sich noch kurz vor ihrem Tode für die Einrichtung ein.

Die Wirren der 1. Weltkrieges und die nachfolgende Not überlebten die Schwestern trotz großer Probleme. Zwischenzeitlich war noch ein Altenheim mt 33 Plätzen angegliedert worden.

Die Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft überstand die Einrichtung dank vieler mutiger Hilfen der Bevölkerung des Vringsveedels trotz häufiger Unterdrückungsversuche bis 1943. Der Charakter einer privaten Einrichtung bewahrte den Kindergarten vor dem Schlimmsten - der Übernahme durch den Staat.

1943 wurden wichtige Teile der Gebäude durch Bomben erheblich beschädigt und musste geschlossen werden. Erst 1946 konnten die Schwestern wieder einen geregelten Betrieb aufnehmen. 1969 bis 1971 wurde unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden Dr. Leo Schülgen der Kindergarten völlig umgebaut und erweitert.

Ihr 100jähriges Jubiläum feierte die Einrichtung im November 1981.

Nachwuchssorgen hat der Kindergarten übrigens nicht - es müssen jedes Jahr viele Anträge auf Aufnahme abgewiesen werden, da immer schon früh alle Plätze vergeben sind.

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